Vitamine und Mineralstoffe: Eisen, unser Sauerstofftransport!

Eisen ist wie alle Vitamine und Mineralstoffe lebenswichtig für die verschiedensten Prozesse in unserem Körper. Aber dennoch gehört ein Defizit dieses Mineralstoffes zu den weltweit am häufigsten verbreiteten Mängeln. Dies passiert, da die meisten Betroffenen nicht wissen wie sich die Mangelerscheinungen zeigen. Damit Sie einen potenziellen Mangel bemerken erfahren Sie hier die Symptome, die möglichen Ursachen und warum Eisen überhaupt so wichtig für unseren Organismus ist.

 

Was tut Eisen unserem Körper Gutes?

Eisen ist genaugenommen nur eine Untergruppe der Mineralstoffe und wird eigentlich den Spurenelementen zugeordnet. Spurenelement klingt zwar eher unwichtig, doch unser Körper benötigt 10 – 15mg Eisen pro Tag (Schwangere haben einen höheren Eisenbedarf, da der Fötus dies ebenfalls benötigt). Da er jedoch selbst nicht ausreichend Eisen produzieren kann, sind wir auf die Eisenzufuhr über die Nahrung angewiesen – nur dadurch können die Depots immer wieder aufgefüllt werden. Aber für was ist das Spurenelement nun eigentlich so wichtig? Eisen ist essentiell für den Sauerstofftransport und somit unsere Zellatmung. Denn Sauerstoff, den wir über die Atmung in unsere Lunge aufnehmen, kann mit Hilfe des Eisens an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden werden. Dadurch wird der Sauerstoff im ganzen Körper verteilt und kann in den Zellen z.B. für die Energieherstellung genutzt werden. In den Muskeln geschieht etwas Ähnliches: Da unsere Muskeln ebenfalls Sauerstoff benötigen, bindet Eisen den Sauerstoff in dem „Muskel-Hämoglobin“ Myoglobin und so können auch diese effektiv versorgt werden. Zu wenig Eisen bedeutet also zu wenig Sauerstoff und auch unser Hämoglobin kann nicht mehr gebunden werden. Ein weiteres wichtiges Wirkungsfeld des Spurenelements ist der Energiestoffwechsel. Dies bedeutet, dass Eisen Bestandteil verschiedener Enzyme ist und somit mitverantwortlich für den Energiestoffwechsel im Körper.

 

Symptome von Eisenmangel und mögliche Ursachen:

Oft passiert es, dass die Symptome von Eisenmangel nicht dem wichtigen Spurenelement zugeordnet werden, sondern viel mehr Stress, dem Wetter oder einer sich aufbauenden Grippe. Ein Mangel kann jedoch im schlimmsten Fall zu Blutarmut (Anämie) führen. Weitere „kleinere“ Symptome machen sich vor allem in Müdigkeit, Konzentrationsmangel, verminderter Arbeitsleistung, Blässe, Haut- und Schleimhauterkrankungen, brüchige Nägel sowie die Schwächung des Immunsystems und einer dadurch entstehenden Infektionsanfälligkeit bemerkbar. Vor allem bei Kindern sollte bei einem Mangel schnell reagiert werden, da er sich auf die geistigen Fähigkeiten auswirken kann und Eisen einen grossen Teil zu den sich bildenden Körperfunktionen beiträgt.

Die häufigste Ursache für einen Mangel ist und bleibt die Ernährung, da über sie der grösste Eisenanteil aufgenommen wird. Jedoch kann auch Blutverlust, chronische Entzündungen oder der Darm daran schuld sein, z.B. wenn er das Spurenelement über die Schleimhäute nicht mehr aufnehmen kann.

Wissenswertes: Mehr ist nicht immer gleich besser: Nicht nur zu wenig Eisen ist ungesund – auch zu viel kann unserem Körper schaden. In diesem Fall findet eine Vermehrung der weissen Blutkörperchen statt, sowie Symptome wie Durchfall oder Erbrechen können auftauchen.

 

Eisen in Lebensmitteln:

Generell gilt: Eisen aus tierischen Produkten kann der Körper besser aufnehmen als Eisen aus pflanzlichen, doch auch Vegetarier kommen auf Ihre (Eisen-) Kosten.

 Eigelb: 7mg/100g

Leber: 30mg/100g

Kürbiskerne: 12mg/100g

Amarant: 9mg/100g

Spinat (generell grünes Blattgemüse): 3mg/100g

Rote Beete: 2mg/100g

Bohnen: 5ml/100g (generell Hülsenfrüchte besitzen viel Eisen)

Mandel: 4mg/100g

Tipp: Da Vitamin C die Aufnahme des wichtigen Minerals vor allem bei „vegetarischem Eisen“ unterstützt, sollten Sie bei der Eisenaufnahme auf genügend Vitamin C in Ihrem Speiseplan achten. Das Gegenteil von Vitamin C gibt es jedoch auch: Lebensmittel wie Kaffee, Rotwein oder tanninhaltige Tees (Grüner Tee) hemmen die Eisenaufnahme.

 

Wenn Sie sich also gesund und ausgewogen ernähren, sollten Sie in der Regel ausreichend Eisen aufnehmen, um Ihren Körper zu versorgen. Auch Vegetarier benötigen nicht zwingend Präparate, sondern sollten einfach öfters und gezielt eisenhaltige Kost verzehren – vorzugsweise natürlich mit einem Glas Orangensaft. :) Wir wünschen Ihnen guten Appetit bei der nächsten Eisenaufnahme und natürlich eine gesunde und aktive Woche.

 

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Ihr myselftest-Team

 

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