Erste Sonnenstrahlen – erstes Vitamin D ausnutzen: Zusammenhang von Sonne und Vitamin D leicht erklärt!

Wie nehmen wir Vitamin D auf?

Die Bezeichnung Vitamin ist eigentlich irreführend, da Vitamine per Definition zum Grossteil aus der Nahrung bezogen werden, was bei Vitamin D nur zu 20 % der Fall ist. Genau genommen ist das wichtige Vitamin eine Art Hormon-Vorstufe, die, um ihre Aufgaben im Körper zu erfüllen, in eine aktive Form umgewandelt werden muss. Doch von nichts kommt nichts: für die Vitamin D Herstellung werden ausserkörperliche Substanzen benötigt und so wird Vitamin D in Form von Vitamin D2 aus pflanzlichen Lebensmitteln aufgenommen und in Form von Vitamin D3 aus tierischen Produkten oder aus dem UV-B-Anteil des Sonnenlichtes „gefiltert“. Die Aufnahme über die Sonne ist dabei weitaus effizienter und vollzieht sich schneller, als es z.B. bei unterstützenden Präparaten der Fall ist. Der kleine Spaziergang in der Sonne lohnt sich also :), denn Ihrer Haut reichen bereits mehrere Minuten mit Sonneneinstrahlung aus, um Ihren Vitamin D Bedarf zu decken. In den Sommermonaten z.B. ist ein Aufenthalt von 2-3 x die Woche 10-15 Minuten in der Sonne ausreichend, um den Vitamin D Haushalt im Gleichgewicht zu halten. (Ein Erwachsener benötigt ungefähr 20 mg Vitamin D pro Tag). Dabei müssen jedoch individuelle Faktoren wie Hautfarbe oder Alter, sowie äussere Faktoren wie UV-Schutz, Kleidung, Höhenlage, Jahres- oder Tageszeit und Breitengrad beachtet werden. All dies ist ausschlaggebend für die Vitamin D Produktion und wirkt sich auf die Dauer, die Sie in der Sonne verbringen müssen, um genügend Vitamin D aufzunehmen, aus.

Wissenswertes: Je heller die Haut, desto durchlässiger ist sie. Demnach müssen sich Menschen mit dunklerer Hautfarbe länger in der Sonne aufhalten, um ihren Vitamin D Bedarf zu decken.

 

Wie entsteht das wichtige Vitamin?

Obwohl im Volksmund Vitamin D aus Sonne und Nahrung einfach aufgenommen wird, ist die Aufnahme von Vitamin D2 und D3 keine einfache Aufnahme, bei der das Vitamin plötzlich vorhanden ist. Erst der Körper kann es zu effektivem Vitamin D2 und D3 umwandeln und dies geschieht in verschiedenen Stufen und Prozessen:

  1. In unserem Körper befindet sich eine Art Ausgangssubstanz, damit das Vitamin gebildet werden kann und diese nennt sich Provitamin 7-Dehydrocholesterol. Dieses Provitamin – und da kommt die Sonne ins Spiel – wird mit Hilfe des UV-B-Anteils der Sonnenstrahlen in das Prävitamin D3 umgewandelt. So sind wir dem wirkungsvollen Vitamin D schon ein ganzes Stück näher. :)
  2. Durch die entstehende Körperwärme wird das Prävitamin in Vitamin D3 umgewandelt, doch es ist immer noch nicht aktiv und kann nichts im Körper beeinflussen oder steuern.
  3. Im nächsten Schritt wird das Vitamin D3 über das Blut in die Leber transportiert. Dort wird es in eine weitere Form umgewandelt – das sogenannte Calcidiol (25-Hydroxy-Vitamin D3). Diese Form des Vitamins zirkuliert im Blut und wird bei einem Test gemessen. Aktiv ist das Vitamin jedoch immer noch nicht.
  4. Im letzten Schritt wird das Calcidiol vor allem in den Nierenzellen, aber auch anderen Körperzellen aktiviert und so zum wirkungsvollen Vitamin D. Jedoch wird es lediglich bei Bedarf aktiviert, weshalb durch Sonneneinstrahlung keine Vitamin D Überdosis entstehen kann.

 

Eine kleine Menge Sonnenstrahlen und die richtige Ernährung reichen aus, um Ihren Vitamin D Haushalt zu decken. Im Winter sollte Ihr Vitamin D Spiegelzwar ab und zu kontrolliert werden, jedoch kann der Körper das wichtige Vitamin einige Zeit im Fettgewebe, Muskelgewebe und der Leber speichern, weshalb bei geringem Sonnenlicht nicht sofort ein Mangel droht. Dennoch lohnt es sich natürlich die ersten Sonnenstrahlen, die sich durch die Wolkendecke trauen zu nutzen – für Vitamin D und gute Laune. :)

 

Wir hoffen wir konnten Ihnen mit diesem Artikel einen kleinen Einblick geben und wünschen Ihnen eine sonnenreiche, gesunde Zeit. Falls Sie sich neben einem Vitamin D Test noch für andere Themen wie Herzgesundheit, Stress, Nahrungsmittelallergien und Lebensbalance interessieren finden Sie auf unseren Webseiten  myselftest.ch oder myselftest.de mehr Informationen dazu.

Ihr myselftest-Team  

 

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