Wenn die Psyche unsere Verdauung beeinflusst – Stress und seine Folgen

Wer kennt es nicht? – Die leichte Übelkeit vor einem Vorstellungsgespräch oder das Bedürfnis pausenlos auf die Toilette rennen zu müssen im Vorfeld einer Prüfung. Wahrscheinlich gibt es niemanden, der diese Aufregungssymptome noch nie erlebt hat und dies ist der Beweis für eine starke und allgegenwärtige Verbindung zwischen Gehirn und Darm. Wir wollen heute dieser Verbindung auf den Grund gehen...

 

Verbindung von Psyche und Magen-Darm-Trakt:

Über Nervenfasern, Botenstoffe, Hormone und Immunzellen stehen Psyche und Magen-Darm-Trakt in stetiger Verbindung. Diese Verbindung besteht hauptsächlich in der Beziehung des Enterischen Nervensystems (ENS) im Magen-Darm-Trakt mit dem vegetativen Nervensystem des Gehirns. Einerseits führt dies zu einer perfekten Verständigung und trägt dazu bei, dass alle Prozesse im Körper reibungslos ablaufen, jedoch sind die beiden Nervensystem so auch in stressreichen Situationen verbunden und es können unter Umständen falsche Signale ausgesendet werden. Dies führt zum Beispiel zu einer Veränderung der Muskeln bzw. der Peristaltik im Verdauungstrakt und der Speisebrei könnte schneller als gewohnt von A nach B transportiert werden. Die Leitung des Verdauungstraktes hat dem ENS im Volksmund den Namen Bauchhirn oder auch zweites Gehirn eingebracht, doch was passiert im Magen-Darm-Trakt, wenn der Faktor Stress hinzukommt?

 

Der Einflussfaktor Stress:

Unsere Verdauung kann durch kurzfristigen und langfristigen Stress beeinflusst werden, doch da besteht ein gewaltiger Unterschied. Bei kurzfristigem Stress, wie zum Beispiel Aufregung oder Angst, wird das Hormon Adrenalin ausgeschüttet, wodurch unser Herz schneller schlägt und mehr Blut in unser Gehirn gepumpt wird. Dadurch entsteht ein Mangel der Blutversorgung im Magen-Darm-Trakt und die Verdauung wird mehr oder weniger eingestellt, was zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall führen kann. Bei langfristigem Stress hingegen wird vermehrt das Hungerhormon Ghrelin sowie das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet, wodurch der Stoffwechsel angekurbelt wird und wir automatisch mehr essen – hier kommt also der typische Stressesser zum Vorschein. Die Universität in Melbourne fand zudem heraus, dass bei langfristigem Stress zusätzlich zu der vermehrten Hormonbildung die Milchsäurebakterien im Verdauungs-Trakt abnehmen welche für eine reibungslose Verdauung essentiell sind.

Viele Prozesse im Körper unterstützen also die stressbedingten Verdauungsprobleme, doch über die Frage, warum chronischer Stress bei manchen Menschen zu Durchfall und bei anderen zu Verstopfung führt, ist sich die Forschung leider immer noch unklar.

 

Wenn die Verdauung unsere Psyche beeinflusst:

Nicht nur unsere Psyche ist fähig die Verdauung zu beeinflussen, die Wechselwirkung von Psyche und Verdauung funktioniert in beide Richtungen. Ein gängiges Beispiel für diese Art der Beeinflussung ist das Reizdarmsyndrom: Symptome sind Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Die Ursache ist eindeutig in der Psyche zu suchen und zu finden, jedoch bemerken auch Menschen ohne diese Magen-Darm-Krankheit die Beeinflussung der Psyche durch die Funktion der Verdauung. Eine schlechte Verdauung führt zu schlechter Stimmung und mieser Laune – den man sagt ja nicht umsonst das schlägt mir auf den Magen. :)

 

Tipps für eine gute Verdauung:

Damit unsere Verdauung funktioniert, empfehlen wir Ihnen, in Bezug auf unseren Artikel, Stress zu vermeiden. Dies ist zwar leicht gesagt, aber dafür harte Arbeit. Um Stress zu bekämpfen, sollten Sie am besten im Voraus Entspannungs-Massnahmen ergreifen wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung. Es gibt jedoch auch noch andere wichtige Faktoren, die einer guten Verdauung zuspielen. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung und eine entspannte und zeitintensive Nahrungsaufnahme. Am besten nehmen Sie auch nur kleine und leichte Mahlzeiten zu sich und trinken täglich um die 2 Liter. Ein weiterer Faktor für eine gesunde und stressfreie Verdauung ist genügend Bewegung, sie bringt den Stoffwechsel in Schwung und fördert zudem unsere Herzgesundheit. Auch Schlafmangel kann eine problematische Verdauung verschlimmern, weshalb 7-8 Stunden Schlaf pro Tag notwendig sind.

Wissenswertes: Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören auch Fett und Kohlenhydrate, denn bei einer zu hohen Ballaststoffaufnahme können ebenso Verdauungsprobleme auftreten.

 

Wir wünschen Ihnen eine stress- und beschwerdefreie Zeit und falls Sie sich für weitere Information zu dem von uns empfohlenen Stresstest interessieren schauen Sie doch einfach auf unseren Webseiten myselftest.ch oder myselftest.de vorbei.

 

Ihr myselftest-Team

 

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