Vitamine und Mineralstoffe: Kalium und die Gefahr der Überdosis

„Bring deinen Elektrolyt-Haushalt in Ordnung“ haben wir bestimmt alle schon zu hören bekommen, denn Elektrolyte sorgen dafür, dass unser Körper in den verschiedensten Bereichen funktioniert. In diesem Artikel wollen wir Ihnen den Elektrolyten Kalium vorstellen, für welche Prozesse er unentbehrlich in unserem Körper ist und welche Gefahr in der Überdosis und einem Mangel liegen...

 

Was genau ist Kalium?

Kalium kommt vor allem im Innern der Körperzellen vor und ist ein sogenannter Elektrolyt. Genauer gesagt ist es ein positiv geladenes Ion, welches wir lediglich über die Nahrung aufnehmen können und so unseren gesamten Bedarf decken. Für Erwachsene und junge Erwachsene liegt der tägliche Kaliumbedarf bei ungefähr 2g und ein gesunder Mensch kann mit einer ausgewogenen Ernährung genügend Kalium aufnehmen. Lediglich bei erhöhtem Blutdruck oder verschiedenen Herzkrankheiten kann der Kaliumbedarf etwas steigen, dies sollten Sie jedoch mit Ihrem Arzt abklären und therapieren.

 

Für was ist Kalium wichtig?

Kalium ist für die Energiegewinnung der Zellen essenziell und zusammen mit Phosphat und Proteinen reguliert es den osmotischen Druck innerhalb der Zellen. Dadurch hat Kalium eine wichtige Beteiligung bei der Regulierung der Wasserverteilung im Körper, dem sogenannten Elektrolythaushalt. Des Weiteren wirkt Kalium bei der Übertragung von elektrischen Impulsen an Nerven- oder Muskelzellen mit. So sorgt es beispielsweise bei den Nervenzellen für die Reizweiterleitung und bei den Muskelzellen für die Steuerung der Kontraktion.

Eine weitere wichtige Aufgabe fällt Kalium in unseren Verdauungssäften im Magen-Darm-Trakt zu, denn durch seine Anwesenheit bleiben einige Enzyme aktiv und unser Stoffwechsel wird in Schwung gehalten.

Wissenswertes: Als Osmose wird in der Naturwissenschaft ein gerichteter Fluss verschiedener Moleküle durch eine teilweise durchlässige (semipermeable) Membran (in diesem Fall die Zellwand) bezeichnet.

 

Was bewirkt Kaliummangel bzw. eine Überdosis?

Kaliummangel wie auch die Überdosis des Elektrolyten können gefährliche Auswirkungen auf unseren Körper haben. So kann sich in beiden Fällen eine Herzrhythmusstörung einstellen und auch Muskelzuckungen, Kreislaufprobleme, Schwindelanfälle und Muskelschwächen sind keine Seltenheit. Auf die Liste der Symptome kommen zudem Gefühlsstörungen wie starke Müdigkeit, Schwäche und Verstimmtheit hinzu. All diese Symptome zeigen sich jedoch meist erst, wenn der Kalium-Spiegel abrupt sinkt oder ansteigt, kürzere Abweichungen hingegen kann unser Körper von alleine regulieren. Wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum anhalten, sollte Sie jedoch auf jeden Fall zu einem Arzt gehen und den Mangel beziehungsweise die Überdosis therapieren.

Ein Mangel tritt meistens nicht aus dem Nichts auf, erst wenn überdurchschnittlich viel Flüssigkeit ausgeschieden wird wie zum Beispiel durch Erbrechen, Durchfall oder entwässernde Medikamente wird der Kaliumhaushalt gestört. Eine Überdosis benötigt ebenfalls einen triftigen Grund, denn allein über die Ernährung kann sie nicht auftreten. Meistens liegt es an Nebenerkrankungen wie Nierenfunktionsstörungen oder Tumorerkrankungen. Aber auch bestimmte Medikamenten, die über einen längeren Zeitraum eingenommen werden müssen können ein Mitgrund sein.

 

Natürliches Kalium:

Wie bereits oben erwähnt, kann ein gesunder Mensch seinen Kaliumbedarf rein über die Ernährung decken, jedoch gibt es einige Lebensmittel die überdurchschnittlich viel Kalium enthalten und auf Ihrem Speiseplan nicht fehlen sollten.

Getrocknete Banane

Der Hammer unter den kaliumreichen Lebensmitteln ist getrocknete Banane. 1000mg pro 100g besitzt der süsse getrocknete Snack, was beinahe die Hälfte unseres Tagesbedarfes deckt. Aber Vorsicht – die Trockenfrüchte eignen sich nicht zum vermehrten Verzehr, da Sie viel Zucker und Kalorien beinhalten.

Petersilie

Das leckere Küchenkraut Petersilie wird zwar nicht in rauen Mengen verwendet, doch mit 550mg Kalium auf 100g besitzt es dennoch eine stattliche Menge des wichtigen Elektrolyten.

Pfifferlinge

Pfifferlinge und auch alle anderen Pilze ausser Shiitake dienen der schnellen und gesunden Kaliumaufnahme und mit 500mg pro 100g lässt sich mit einer Pilzpfanne schnell der Tagesbedarf decken – und dann auch noch so lecker.

Grünkohl

Mit über 490mg pro 100g ist der Grünkohl ebenfalls im Rennen der kaliumhaltigen Lebensmittel. Obwohl die kräuselige Kohlart nicht das gängigste Gemüse in unseren Küchen ist, lassen sich damit leckere und vielfältige Speisen zubereiten.

 

 

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