Angst

Wenn man die Kontrolle über sein Leben verliert und hilflos zusehen muss, wie die Dinge ihren Lauf nehmen, kann Angst ein ständiger Begleiter werden. Angst wird durch ebendiese Hilflosigkeit und Ungewissheit über kommende Ereignisse in Stresssituationen ausgelöst. Bedrohung, Überforderung und möglicher Verlust sind Ereignisse, die oft von Angst begleitet werden.

Wenn eine Person permanent mit Angst konfrontiert ist, kann man voraussetzen, dass davor schon eine Phase mit andauerndem Stress stattgefunden hat oder an ein traumatisches Ereignis erinnert wird. Für das Gehirn spielt es keine Rolle, ob das Trauma erlebt oder in Gedanken nochmals durchlebt wird. Biochemisch findet das Ereignis statt.

Depression ist ein Risikofaktor für die Morbidität und Mortalität in verschiedenen Populationen. Bei Herzpatienten ist Angst mit einem höheren Mortalitätsrisiko assoziiert.

Höhere Schweregrade von Depressionssymptomen wurden bei depressiven Frauen (n=17, Beck-Depressions-Inventar (BDS)-Scores ≥10) mit erhöhter 24-Stunden-Norepinephrin (NE)-Ausscheidung (r=0,27, P=0,009) assoziiert. Sie zeigten eine etwa 25% höhere Urin-NE-Ausscheidungsrate als Frauen mit BDI-Scores <10 (n=74, P=0,007). Höhere Schweregrade von Zustandsangst wurden ebenfalls mit einer größeren NE-Ausscheidung (r=0,28, P=0,01) in Zusammenhang gebracht und die Cortisol-Ausscheidung wurde sowohl mit Depression (r=0,23, P=0,02) als auch mit Angst (r =0,22, P=0,04) in Zusammenhang gebracht. Depressions- und Angstsymptome standen in keinem Zusammenhang mit der Urin-EPI-Ausscheidung.

Die aktuellen Erkenntnisse, dass höhere Schweregrade von Depressions- und Angstsymptomen mit erhöhter 24-Stunden-Urin-Norepinephrin- und Cortisol-Ausscheidung bei Frauen im Zusammenhang stehen, deuten darauf hin, dass Depression und Angst mit einer erhöhten Aktivität des sympathischen Nervensystem assoziiert sein können, und sind vereinbar mit der Möglichkeit, dass die sympathische Aktivität eine Rolle bei erhöhter Mortalität spielt, die mit Depression bei Senioren in Wohngemeinschaften assoziiert ist (Hughes et al. 2004).

Literatur

Hughes, J. W., Watkins, L., Blumenthal, J. A., Kuhn, C., & Sherwood, A. (2004). Depression and anxiety symptoms are related to increased 24-hour urinary norepinephrine excretion among healthy middle-aged women. Journal of psychosomatic research, 57(4), 353-358.

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Wenn man die Kontrolle über sein Leben verliert und hilflos zusehen muss, wie die Dinge ihren Lauf nehmen, kann Angst ein ständiger Begleiter werden. Angst wird durch ebendiese Hilflosigkeit und Ungewissheit über kommende Ereignisse in Stresssituationen ausgelöst. Bedrohung, Überforderung und möglicher Verlust sind Ereignisse, die oft von Angst begleitet werden.

Wenn eine Person permanent mit Angst konfrontiert ist, kann man voraussetzen, dass davor schon eine Phase mit andauerndem Stress stattgefunden hat oder an ein traumatisches Ereignis erinnert wird. Für das Gehirn spielt es keine Rolle, ob das Trauma erlebt oder in Gedanken nochmals durchlebt wird. Biochemisch findet das Ereignis statt.

Depression ist ein Risikofaktor für die Morbidität und Mortalität in verschiedenen Populationen. Bei Herzpatienten ist Angst mit einem höheren Mortalitätsrisiko assoziiert.

Höhere Schweregrade von Depressionssymptomen wurden bei depressiven Frauen (n=17, Beck-Depressions-Inventar (BDS)-Scores ≥10) mit erhöhter 24-Stunden-Norepinephrin (NE)-Ausscheidung (r=0,27, P=0,009) assoziiert. Sie zeigten eine etwa 25% höhere Urin-NE-Ausscheidungsrate als Frauen mit BDI-Scores <10 (n=74, P=0,007). Höhere Schweregrade von Zustandsangst wurden ebenfalls mit einer größeren NE-Ausscheidung (r=0,28, P=0,01) in Zusammenhang gebracht und die Cortisol-Ausscheidung wurde sowohl mit Depression (r=0,23, P=0,02) als auch mit Angst (r =0,22, P=0,04) in Zusammenhang gebracht. Depressions- und Angstsymptome standen in keinem Zusammenhang mit der Urin-EPI-Ausscheidung.

Die aktuellen Erkenntnisse, dass höhere Schweregrade von Depressions- und Angstsymptomen mit erhöhter 24-Stunden-Urin-Norepinephrin- und Cortisol-Ausscheidung bei Frauen im Zusammenhang stehen, deuten darauf hin, dass Depression und Angst mit einer erhöhten Aktivität des sympathischen Nervensystem assoziiert sein können, und sind vereinbar mit der Möglichkeit, dass die sympathische Aktivität eine Rolle bei erhöhter Mortalität spielt, die mit Depression bei Senioren in Wohngemeinschaften assoziiert ist (Hughes et al. 2004).

Literatur

Hughes, J. W., Watkins, L., Blumenthal, J. A., Kuhn, C., & Sherwood, A. (2004). Depression and anxiety symptoms are related to increased 24-hour urinary norepinephrine excretion among healthy middle-aged women. Journal of psychosomatic research, 57(4), 353-358.

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