Schlaf Apnoe

Patienten mit Schlaf-Apnoe haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Obstruktive Schlaf-Apnoe ist mit einer gesteigerten Aktivität des Sympathicus assoziiert und scheint über eine Blutdruckerhöhung das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu steigern.

Die Messung von Katecholaminen im Urin bei Patienten mit obstruktiver Schlaf-Apnoe kann einen Hinweis darauf geben, ob das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen im individuellen Fall erhöht ist.

Studien zur Beziehung zwischen obstruktiver Schlaf-Apnoe (OSA) und sympathoadrenaler Aktivität wurden wegen der unzureichenden Kontrolle von Faktoren, die bekanntermaßen die sympathische Funktion stören, darunter Bluthochdruck, kritisiert. Ziel der Studie von Elmasry et al. (2002) war es, die Beziehung zwischen OSA und Urin-Katecholaminen in einer Bevölkerungsstichprobe von Männern mit Bluthochdruck zu untersuchen.

Im Jahr 1994 haben 2668 Männer im Alter von 40-79 Jahren einen Fragebogen zu Schlafstörungen und somatischen Erkrankungen beantwortet. Von denen, die Bluthochdruck angaben, wurde eine nach Alter geschichtete Stichprobe von 116 Männern für eine Überwachung der Atmung während des Schlafs und eine Urinuntersuchung über Nacht ausgewählt. Probanden mit OSA, mit einem Apnoe-Hypopnoe-Index ≥10·h-1 wiesen im Vergleich zu Probanden ohne OSA höhere Konzentrationen von Urin-Normetanephrin (182±57 gegenüber 141±45 μmol·mol-1 Kreatinin, p<0,001) und Metanephrin auf (70±28 gegenüber 61±28 μmol·mol-1 Kreatinin, p<0,05). In einer multiplen Regressionsanalyse gab es unabhängig von wesentlichen Störfaktoren einen Zusammenhang zwischen den Variablen der schlafgestörten Atmung und den Normetanephrin- und Metanephrinkonzentrationen.

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die obstruktive Schlaf-Apnoe in einer Bevölkerungsstichprobe von Männern mit Bluthochdruck unabhängig von größeren Störfaktoren mit erhöhten Konzentrationen der extraneuronalen Metaboliten von Urin-Katecholaminen assoziiert ist, was auf eine erhöhte sympathoadrenale Aktivität hindeutet. Eine erhöhte sympathoadrenale Aktivität könnte die mit der obstruktiven Schlaf-Apnoe assoziierte erhöhte kardiovaskuläre Morbidität erklären.

Literatur

Elmasry, A., Lindberg, E., Hedner, J., Janson, C., & Boman, G. (2002). Obstructive sleep apnoea and urine catecholamines in hypertensive males: a population-based study. European Respiratory Journal, 19(3), 511-517.

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Patienten mit Schlaf-Apnoe haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Obstruktive Schlaf-Apnoe ist mit einer gesteigerten Aktivität des Sympathicus assoziiert und scheint über eine Blutdruckerhöhung das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu steigern.

Die Messung von Katecholaminen im Urin bei Patienten mit obstruktiver Schlaf-Apnoe kann einen Hinweis darauf geben, ob das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen im individuellen Fall erhöht ist.

Studien zur Beziehung zwischen obstruktiver Schlaf-Apnoe (OSA) und sympathoadrenaler Aktivität wurden wegen der unzureichenden Kontrolle von Faktoren, die bekanntermaßen die sympathische Funktion stören, darunter Bluthochdruck, kritisiert. Ziel der Studie von Elmasry et al. (2002) war es, die Beziehung zwischen OSA und Urin-Katecholaminen in einer Bevölkerungsstichprobe von Männern mit Bluthochdruck zu untersuchen.

Im Jahr 1994 haben 2668 Männer im Alter von 40-79 Jahren einen Fragebogen zu Schlafstörungen und somatischen Erkrankungen beantwortet. Von denen, die Bluthochdruck angaben, wurde eine nach Alter geschichtete Stichprobe von 116 Männern für eine Überwachung der Atmung während des Schlafs und eine Urinuntersuchung über Nacht ausgewählt. Probanden mit OSA, mit einem Apnoe-Hypopnoe-Index ≥10·h-1 wiesen im Vergleich zu Probanden ohne OSA höhere Konzentrationen von Urin-Normetanephrin (182±57 gegenüber 141±45 μmol·mol-1 Kreatinin, p<0,001) und Metanephrin auf (70±28 gegenüber 61±28 μmol·mol-1 Kreatinin, p<0,05). In einer multiplen Regressionsanalyse gab es unabhängig von wesentlichen Störfaktoren einen Zusammenhang zwischen den Variablen der schlafgestörten Atmung und den Normetanephrin- und Metanephrinkonzentrationen.

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die obstruktive Schlaf-Apnoe in einer Bevölkerungsstichprobe von Männern mit Bluthochdruck unabhängig von größeren Störfaktoren mit erhöhten Konzentrationen der extraneuronalen Metaboliten von Urin-Katecholaminen assoziiert ist, was auf eine erhöhte sympathoadrenale Aktivität hindeutet. Eine erhöhte sympathoadrenale Aktivität könnte die mit der obstruktiven Schlaf-Apnoe assoziierte erhöhte kardiovaskuläre Morbidität erklären.

Literatur

Elmasry, A., Lindberg, E., Hedner, J., Janson, C., & Boman, G. (2002). Obstructive sleep apnoea and urine catecholamines in hypertensive males: a population-based study. European Respiratory Journal, 19(3), 511-517.

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