Lupine: Der Eiweiß-Newcomer. Eine Alternative zu Soja, Tofu und Fleisch?

Wir beschäftigen uns heute im Rahmen der Superfood-Reihe mit dem Eiweiß-Newcomer Lupine. Lupinen kennen wir bereits als hübsche blau und rosa blühende Blumen, die im Sommer überall wachsen. Heute soll es bei uns jedoch um die Saat der speziell gezüchteten und ökologisch angebauten Süßlupinen gehen, die essbar ist und zudem sehr gesund... :) 

Was sind Lupine eigentlich?

Die heimischen und hübschen bunt blühenden Blumen am Wegesrand oder im Garten sind zwar schön anzusehen, enthalten aber Bitterstoffe, sogenannte giftige Alkaloide. Aus diesem Grund sollten Sie aus Lupine aus dem Garten oder vom Wegesrand auf keinen Fall essen!
Die Basis für Lebensmittel aus Lupinen bieten speziell gezüchtete Süßlupinen, in denen kaum noch Bitterstoffe stecken und zusätzlich viele gesunde Eigenschaften. Botanisch sind die Lupinensamen übrigens verwandt mit der Erbse oder der Bohne, so auch mit der Sojabohne.

Die Zubereitung der Süßlupinensamen:

Ob als Mehl, Kaffee oder Tofu - die großen und eiweißreichen Samen der Süßlupinen-Blumen sind extrem vielseitig. Gekochte Lupinensamen können zum Beispiel als ganze Bohnen Eintöpfe verfeinern. Lupine, die im Mixer zerkleinert wurden, können mit Tomatensoße als vegane Bolognese zubereitet werden. Auch für vegane Brotaufstriche oder selbstgemachte Bratlinge sind Lupine bestens geeignet. Lupinenmehl gibt es übrigens in Reformhäusern oder Biomärkten zu kaufen.

Wie gesund sind Lupine?

Die Saat der Süßlupine ist vor allem deshalb super für unsere Gesundheit, weil sie einen hohen Gehalt an wertvollem Eiweiss aufweist. Mit bis zu 40 Prozent Proteinen kommt der Gehalt locker an den der Sojabohne heran. Zusätzlich enthalten Lupine alle Aminosäuren, die der Körper dem Essen entnimmt. Die Lupinensamen sind also besonders reich an pflanzlichen Proteinen und können daher als Fleischersatz zählen. Die Samen liefern außerdem die Vitamine A und B1 sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Die Saat der Lupinen ist glutenfrei, was einen großen Vorteil zu Getreide-Mehlsorten darstellt. Auch die Ballaststoffe der Lupine wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus, diese machen etwa 15 % des Samens aus und fördern die Verdauung. 

Süßlupine als Alternative zu Soja und Fleisch?

Die heimischen Süßlupine-Samen können tatsächlich als Alternative zum tropischen Soja punkten: Sie wachsen unter anderem direkt in Deutschland, sind anspruchslos und vertragen Frost wie Hitze. Weil die Lupine sehr tief im Boden wurzeln, bauen Landwirte die Pflanzen übrigens gerne an, um ihren Boden zu lockern und somit gesund zu halten. Auch interessant und ein großer ökologischer Vorteil zum Fleisch: Die Lupine beansprucht ein Fünftel der Fläche, die eine Kuh samt Futter einnehmen würde.

Doch Vorsicht

Vorsicht ist zunächst geboten bei Lupinen, die keine Süßlupinen sind und somit nicht extra zum Verzehr gezüchtet worden sind. Diese sind nicht essbar!
Die essbaren Lupinesorten jedoch besitzen ein allergenes Potenzial, besonders häufig reagieren Erdnussallergiker auf die Lupine. Aus diesem Grund werden Lupinenbestandteile in Nahrungsmitteln seit 2007 EU-weit gekennzeichnet.

 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen ein weiteres Superfood näher bringen, das nicht nur für Veganer eine echte Alternative zu Fleisch oder Soja darstellt. :) 

Wir wünschen einen guten Appetit und eine gesunde Zeit,

Ihr myselftest-Team

 

 

 

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