Psychosomatische Beschwerden

Das Phänomen des Hypocortisolismus wurde hauptsächlich für Patienten beschrieben, die ein traumatisches Erlebnis hatten und danach eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickelt haben. Der Hypocortisolismus stellt jedoch nicht nur ein spezifisches Korrelat der PTBS dar. Ähnliche Erkenntnisse wurden bei gesunden Individuen, die unter chronischen Stressbedingungen leben sowie bei Patienten mit verschiedenen körperlichen Störungen berichtet. Diese umfassen das chronische Müdigkeitssyndrom, Fibromyalgie, andere somatoforme Störungen, rheumatoide Arthritis und Asthma, und viele dieser Störungen sind mit Stress in Zusammenhang gebracht worden. Obwohl Hypocortisolismus ein häufiges und weitverbreitetes Phänomen zu sein scheint, bleibt die Natur der zugrundeliegenden Mechanismen und die Homologie dieser Mechanismen spekulativ. Potentielle Mechanismen sind Regulationsstörungen auf verschiedenen Ebenen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. Außerdem können Faktoren wie die genetische Anfälligkeit, frühere Stresserfahrungen, Bewältigungs- und Persönlichkeitsstile das Auftreten dieser neuroendokrinen Anomalie bestimmen. Verschiedene Autoren haben theoretische Konzepte zur Entwicklung oder physiologischen Bedeutung des Hypocortisolismus vorgelegt. Aufgrund der überprüften Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass eine dauerhaft unzureichende Cortisolverfügbarkeit bei traumatisierten oder chronisch gestressten Individuen eine erhöhte Anfälligkeit für die Entwicklung von stressbedingten körperlichen Störungen fördern kann. (vgl. Heim et al. 2000, Thaller et al. 1999)

Literarur

Heim, C., Ehlert, U., & Hellhammer, D. H. (2000). The potential role of hypocortisolism in the pathophysiology of stress-related bodily disorders. Psychoneuroendocrinology, 25(1), 1-35.

Thaller, V., Vrkljan, M., Hotujac, L., & Thakore, J. (1999). The Potential Role of Hypocortisolism in the Pathophysiology of PTSD and. Coll. Antropol, 23(2), 611-619.

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Das Phänomen des Hypocortisolismus wurde hauptsächlich für Patienten beschrieben, die ein traumatisches Erlebnis hatten und danach eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickelt haben. Der Hypocortisolismus stellt jedoch nicht nur ein spezifisches Korrelat der PTBS dar. Ähnliche Erkenntnisse wurden bei gesunden Individuen, die unter chronischen Stressbedingungen leben sowie bei Patienten mit verschiedenen körperlichen Störungen berichtet. Diese umfassen das chronische Müdigkeitssyndrom, Fibromyalgie, andere somatoforme Störungen, rheumatoide Arthritis und Asthma, und viele dieser Störungen sind mit Stress in Zusammenhang gebracht worden. Obwohl Hypocortisolismus ein häufiges und weitverbreitetes Phänomen zu sein scheint, bleibt die Natur der zugrundeliegenden Mechanismen und die Homologie dieser Mechanismen spekulativ. Potentielle Mechanismen sind Regulationsstörungen auf verschiedenen Ebenen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. Außerdem können Faktoren wie die genetische Anfälligkeit, frühere Stresserfahrungen, Bewältigungs- und Persönlichkeitsstile das Auftreten dieser neuroendokrinen Anomalie bestimmen. Verschiedene Autoren haben theoretische Konzepte zur Entwicklung oder physiologischen Bedeutung des Hypocortisolismus vorgelegt. Aufgrund der überprüften Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass eine dauerhaft unzureichende Cortisolverfügbarkeit bei traumatisierten oder chronisch gestressten Individuen eine erhöhte Anfälligkeit für die Entwicklung von stressbedingten körperlichen Störungen fördern kann. (vgl. Heim et al. 2000, Thaller et al. 1999)

Literarur

Heim, C., Ehlert, U., & Hellhammer, D. H. (2000). The potential role of hypocortisolism in the pathophysiology of stress-related bodily disorders. Psychoneuroendocrinology, 25(1), 1-35.

Thaller, V., Vrkljan, M., Hotujac, L., & Thakore, J. (1999). The Potential Role of Hypocortisolism in the Pathophysiology of PTSD and. Coll. Antropol, 23(2), 611-619.

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