Ist Rohkost gesund? Vorteile – Nachteile – und der Mittelweg

In dem heutigen Artikel wollen wir uns ganz dem Thema Rohkost widmen. Ist Rohkost gesund? Wir geben Ihnen einen Einblick in die Vor- und Nachteile dieser Ernährungsweise und wollen einen weniger strikten Mittelweg vorstellen. Doch was ist Rohkost eigentlich genau? Lesen Sie weiter und Sie erfahren es...

Was ist Rohkost?

Rohkost ist eine Ernährungsform, bei der auf die Weiterverarbeitung von Lebensmitteln verzichtet wird. Das heisst Lebensmittel werden weder gegart, noch gekocht und in einer strikten Rohkosternährung nicht einmal über 40 Grad erhitzt. So sind z.B. Tee, Kaffee, Marmelade, Sauerkraut oder auch bestimmt Öle nicht erlaubt. Jedoch ernähren sich die wenigsten Rohköstler zu 100% aus Rohkost, sondern folgen in ihrer Ernährung einer Art Mittelweg. Doch bevor sich die Fleischesser abwenden und nicht weiterlesen: Rohkost muss nicht zwingend vegetarisch oder vegan sein. Es können auch rohes Fleisch in Form von Schinken oder Carpaccio oder auch roher Fisch wie Lachs verzehrt werden.

Ist Rohkost gesund? Die Vorteile ...

Die Vorteile bei einer Rohkosternährung sind zahlreich, doch einer der wichtigsten Aspekte ist das unverarbeitete ! Obst und Gemüse. Ohne den Garprozess behalten die Lebensmittel viel mehr Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Enzyme bei sich. Ausserdem nimmt man keine Konservierungsstoffe oder andere chemische Substanzen zu sich. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt betrifft die Gesundheit. Eine Rohkosternährung führt über einen längeren Zeitraum hinweg zu einem schlanken, gesunden und fitten Körper und auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, sonstige Allergien oder andere Krankheiten können durch Rohkost vorgebeugt und verringert werden. Man muss jedoch auf die Signale seines Körpers achtgeben, da die niedrige Kalorienzufuhr auf Dauer auch negative Auswirkungen haben kann. Nichtsdestotrotz sollte die Grundlage jeder gesunden und vollwertigen Ernährung Obst und Gemüse sein, was bei einer Rohkosternährung zu 100% gegeben ist. Aber nicht nur gesundheitlich, sondern auch geschmacklich kann Rohkost eine positive Umstellung sein. Es entwickelt sich ein gänzlich neues Bewusstsein für Essen und seine Zubereitung, wodurch neue Rezepte ausprobiert werden und in der Küche mit unbekannteren Lebensmitteln wie Wildkräutern, Sprossen, Keinem, Nüssen und Trockenfrüchten experimentiert wird.

Was sind die Nachteile?

Die grösste Gefahr bei einer Rohkosternährung ist die strikte Form. Wenn man sich ausschliesslich von Rohkost ernährt, kann es auf längere Sicht hin zu Nährstoffmangel kommen, da der Körper neben Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen auch Eiweiss und Fett benötigt, um vollständig gesund sein zu können. Mit Hilfe verschiedener Studien wurde z.B. bei Rohköstlern ein Mangel an Vitamin B12, D, und B2 sowie den Mineralstoffen Zink, Kalzium, Eisen, Magnesium und Jod festgestellt, was zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen kann. Ein weiterer Minuspunkt ist die Individualität des Magens. Viele Menschen vertragen keine reine Rohkost, weshalb die Ernährungsumstellung nur Schritt für Schritt vollzogen werden kann oder für immer kurzes und schonendes Garen empfohlen wird. Ein weiteres Manko ist die eingeschränkte Flexibilität dieser Ernährungsform, doch mit Organisationsgeschick und Essensplanung kann auch dies gelingen.

Der Mittelweg ...

Es gibt verschiedensten Möglichkeiten einen Mittelweg zwischen reiner Rohkost und der herkömmlichen Ernährung zu gehen. Man könnte z.B. einen wöchentlichen Rohkost-Tag einlegen oder bei einer Mahlzeit täglich darauf achten, viele unbehandelte Lebensmittel zu sich zu nehmen. Das Motto ist jedoch "nicht übertreiben" und die Rohkost-Ernährung nur so weit ausdehnen, wie es der Körper, die Gesundheit und die Laune zulässt. Ein weiterer Mittelweg wäre den Ballaststoffanteil langsam zu steigern damit die Verdauung nicht überfordert wird und die Rohkost so dem individuellen Körper angepasst werden kann. Der vielleicht strikteste Mittelweg ist die Mitaufnahme in den Rohkosternährungsplan von Lebensmitteln wie gekochtes Getreide, Hülsenfrüchte oder etwas Eiweiss. Diese Ernährungsform gleicht die Nachteile der Rohkost aus und entspricht genau den aktuellen Ernährungsempfehlungen, jedoch ist es natürlich nicht jedermanns Sache.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen einen kleinen Einblick in die Rohkosternährung geben und vielleicht tauschen Sie ja sogar die ein oder andere gekochte Mahlzeit gegen eine rohkosttaugliche aus. Wir wünschen allen eine gesunde und aktive Zeit und guten Appetit!

Und schauen Sie doch mal auf unserer Website myselftest.ch oder myselftest.de vorbei - dort finden Sie viele weitere Informationen, insbesondere auch zu den oben angedeuteten Themen Nahrungsmittelallergie und Vitaminmangel.

Ihr myselftest Team

Tags: Ernährung
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