Zu viel Salz ist schädlich und kann ernsthafte Symptome zur Folge haben – zu wenig Salz aber auch!

Früher war das pulvrig weisse Gewürz mehr wert als Gold und für die meisten Menschen hat es noch heute diesen Stellenwert auf dem Esszimmertisch. Salz sorgt für Geschmack in den verschiedensten Mahlzeiten und ist von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Bei jeder Gelegenheit, ob das morgendliche Frühstücksei, oder die abendlichen Scheibe Brot, es wird ordentlich nachgesalzen – meistens ohne zuvor überhaupt gekostet zu haben. Wieviel Salz gesund ist, wieviel schädlich, welche Symptome hoher Salzkonsum zur Folge hat und warum auch zu wenig Salz dem Körper gefährlich wird, erfahren Sie hier.

Wie viel Salz ist schädlich – wie viel gut?

Salz besteht aus Natriumchlorid und ein EU-Durchschnittsbürger verzehrt davon täglich um die 10 Gramm (manche Quellen sprechen sogar von bis zu 18g). Dies ist eindeutig zu viel, vor allem verglichen mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die DGE empfiehlt 6g Salz täglich und die WHO sogar nur 5g – doch sind wir mal ehrlich: wir halten uns ziemlich sicher alle nicht an diese Vorgaben. Vor allem die Fleischesser unter uns nehmen durch diverse Wurst- und Fleischspeisen Salze auf. Doch auch bei dem Verzehr von Käse, Brot und Fertiggerichten steigt der Salzkonsum in die Höhe, ohne dass Sie bewusst Salz zu sich nehmen. Doch nicht nur zu viel Salz kann dem Körper schaden – auch zu wenig. Der Körper benötigt Natriumchlorid als Mineralstoff für den Knochenaufbau und vor allem für die Regelung des Wasserhaushaltes und der Gewebespannung. Da unser Körper jedoch kein eigenes Salz produzieren kann, müssen wir es über die Nahrung aufnehmen. Dieses lebenswichtige Salz beträgt zwar lediglich 1,4g täglich, doch es ist unbedingt notwendig, um das Salzgleichgewicht wiederherzustellen, da viel über Urin und Schweiss verloren geht.

Zu viel Salz: Symptome und Folgen

Zu viel ist zu viel: im schlimmsten Fall kann es bei stark erhöhtem Salzkonsum zu einer toxischen Wirkung kommen, doch auch weniger grosse Mengen haben Folgen. Bluthochdruck ist vermutlich eines der bekanntesten Symptome von zu hohem Salzgenuss und ist nicht zu verachten. Vor allem, wenn wir wenig Flüssigkeit zu uns genommen haben, kann das Salz nicht genügend verdünnt werden und dieser Wassermangel kann zu Gefässverengungen führen, die wiederum Bluthochdruck hervorrufen. Zu hoher Blutdruck kann in schlimmen Fällen auch Schlaganfälle oder Herzinfarkte mitauslösen – dabei spielen natürlich auch oft noch andere Faktoren wie Gewicht, Sport und Ernährung eine Rolle.

Die leidtragenden Organe beim Abtransport des Salzüberschusses sind grösstenteils die Nieren, weshalb diese auch einen Schaden durch den nicht unerheblichen Wasserverlust davontragen.

Salz macht glücklich, zufrieden und süchtig

Wie wir vermutlich schon alle bemerkt haben, macht uns salziges Essen glücklich und zufrieden. Salz intensiviert die verschiedensten Aromen und Geschmäcker und ist unser stetiger Begleiter bei jeder Mahlzeit. Diese Beständigkeit unseres Begleiters ist auch für den Suchtfaktor des Salzes verantwortlich. Wir nehmen es zwar in rauen Mengen zu uns, doch oft ist es versteckt und wir bemerken nicht einmal wie sehr und vor allem wie schnell sich unser Körper an viel, bzw. zu viel Salz gewöhnt.

Die Frage, ob Salz gesund ist oder nicht, kann im Endeffekt nicht pauschal mit ja oder nein beantwortet werden – es ist eine Frage der Menge.

Wir hoffen, Ihnen einen kleinen Überblick zum Thema Salz gegeben zu haben, doch es muss auch festgehalten werden, dass zu einem vollständig gesunden und vitalen Körper mehr als nur der gemässigte Salzkonsum gehört. Auch der übrige Lebensmittelkonsum, sportliche Betätigung, genügend frische Luft und vieles mehr helfen, um Bluthochdruck, seine Folgen, Nierenschäden und vieles mehr zu vermeiden.

Falls Sie sich unsicher bezüglich Ihrer Ernährung, Ihrer Vitalität, Ihrer körperlichen Belastbarkeit oder Ihrer Herzgesundheit sind, können Sie sich auf unserer Website myselftest.ch oder myselftest.de über mögliche Selbsttests und Kontrollen informieren. Wir wünschen allen eine gesunde, aktive und eine etwas salzärmere Zeit.

Ihr myselftest Team

Tags: Ernährung
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